Schlagwort-Archive: Ägypten

Kopten als Märtyrer

Eine Reise ins Land der koptischen Märtyrer

Bei Ketzer-Podcastder Enthauptung von 21 koptischen Christen  im Jahr 2015 handelte es sich um einen Massenmord durch Kämpfer der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS). Martin Mosebachs Buch “Die 21” ist ein wahres Gruselkabinett des Gotteswahns:

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Islamismus und Säkularismus in Nordafrika

Nach der Wahl Mohammed Morsis von den Muslimbrüdern zum Präsident in Ägypten, verlaufen die gesellschaftlichen Bruchlinien nicht nur zwischen islamischen und sekularen Kräften. In Lybien versuchen Salafisten an Einfluss zu gewinnen. Und auch in Tunesien versuchen sekulare und feministische Kräfte ein Gegengewicht zu Salafisten und Islamisten zu bilden. Der Philosoph Ridha Chennoufi von der Uni Tunis setzt sich, nicht nur im Interview mit Bernd Beier und Ayelet Banai, für einen »zivilen Staat« ein.

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Alia Mahdy – Nacktfoto

Alia Mahdy

Im November 2011 stellte die 20jährige ägyptische Revolutionärin Alia Mahdy ein Nacktfoto von sich auf ihren Blog. Sie provozierte damit einen gesellschaftlichen Aufschrei.

Nicht nur Islamisten und Islamistinnen beschimpften sie als »Teufel« und bedrohten sie mit dem Tod, auch linke Aktivisten distanzierten sich von ihr.

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Aufstand der Frauen in der arabischen Welt

Im Oktober 2011 riefen vier Frauen aus Libanon und Ägypten die Internet-Kampagne »Der Aufstand der Frauen in der arabischen Welt« ins Leben. Sie forderten ihre Mitglieder auf, auf ein Papier zu schreiben, warum sie für den Aufstand der Frauen sind, und sich selbst mit diesem Schild zu fotografieren. Die Fotos stellten sie ins Netz.
Damit kopierten sie eine der erfolgreichsten Protestformen der ägyptischen Website »Wir alle sind Khaled Said«. Wael Ghonim hatte als Administrator dieser Seite im Herbst 2010 die Mitglieder aufgerufen, still zu protestieren, sich dabei zu fotografieren und die Bilder zu schicken.

Die Libanesin Diala Haidar, sieht als wichtigen Grund für den Erfolg der Kampagne auch den mutigeren Umgang mit gesellschaftlichen Tabus. »Wir stellten all die in Stein gemeißelten sozialen und religiösen Doktrinen in Frage. Das erhöhte die Zahl unserer Unterstützer und Unterstützerinnen, weil die Leute sich danach sehnen, diese verbotenen Debatten offen zu führen«, sagte sie in einem Interview mit Open Democracy.

Die Seite ist explizit und drastisch. Sie zeigt Fotos von grauenvollen Misshandlungen, Säureopfern, gesteinigten Frauen und vergewaltigten Leichen. Doch das stieß bisher kaum auf Kritik. Einen Sturm der Entrüstung löste vielmehr das Foto der Syrerin Dana Bakdounis aus, die im ärmellosen T-Shirt mit kurzem Haar ein Schild hält, auf dem steht: »Ich bin für den Aufstand der Frauen in der arabischen Welt, weil mir 20 Jahre lang nicht erlaubt war, den Wind in meinem Haar und auf meinem Körper zu spüren.« Darüber hielt sie ihren Pass, auf dem ein Foto sie mit schwarzem Kopftuch zeigte. Wegen der vielen Beschwerden über dieses Foto nahm Facebook es von der Seite und sperrte den Administratorinnen zeitweilig die Zugriffsrechte.