Aufstand der Frauen in der arabischen Welt

Im Oktober 2011 riefen vier Frauen aus Libanon und Ägypten die Internet-Kampagne »Der Aufstand der Frauen in der arabischen Welt« ins Leben. Sie forderten ihre Mitglieder auf, auf ein Papier zu schreiben, warum sie für den Aufstand der Frauen sind, und sich selbst mit diesem Schild zu fotografieren. Die Fotos stellten sie ins Netz.
Damit kopierten sie eine der erfolgreichsten Protestformen der ägyptischen Website »Wir alle sind Khaled Said«. Wael Ghonim hatte als Administrator dieser Seite im Herbst 2010 die Mitglieder aufgerufen, still zu protestieren, sich dabei zu fotografieren und die Bilder zu schicken.

Die Libanesin Diala Haidar, sieht als wichtigen Grund für den Erfolg der Kampagne auch den mutigeren Umgang mit gesellschaftlichen Tabus. »Wir stellten all die in Stein gemeißelten sozialen und religiösen Doktrinen in Frage. Das erhöhte die Zahl unserer Unterstützer und Unterstützerinnen, weil die Leute sich danach sehnen, diese verbotenen Debatten offen zu führen«, sagte sie in einem Interview mit Open Democracy.

Die Seite ist explizit und drastisch. Sie zeigt Fotos von grauenvollen Misshandlungen, Säureopfern, gesteinigten Frauen und vergewaltigten Leichen. Doch das stieß bisher kaum auf Kritik. Einen Sturm der Entrüstung löste vielmehr das Foto der Syrerin Dana Bakdounis aus, die im ärmellosen T-Shirt mit kurzem Haar ein Schild hält, auf dem steht: »Ich bin für den Aufstand der Frauen in der arabischen Welt, weil mir 20 Jahre lang nicht erlaubt war, den Wind in meinem Haar und auf meinem Körper zu spüren.« Darüber hielt sie ihren Pass, auf dem ein Foto sie mit schwarzem Kopftuch zeigte. Wegen der vielen Beschwerden über dieses Foto nahm Facebook es von der Seite und sperrte den Administratorinnen zeitweilig die Zugriffsrechte.

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Joseph Ratzinger war immer ein Gegner progressiver Tendenzen innerhalb der katholischen Kirche, so auch der Befreiungstheologie in Lateinamerika. Sie be­einflusste viele soziale und revolutionäre Bewegungen, hat jedoch inzwischen an ­Radikalität verloren.

Nie wieder Reconquista

Alexandre Froidevaux: Das Verhältnis von Staat und Kirche in Spanien (in Jungle World 36/11)

Im Nationalkatholizismus der Franco-Diktatur arbeiteten Staat und Kirche zusammen. Das Spektakel des Weltjugendtags und der pompöse Besuch von Papst Benedikt XVI. im August in Madrid täuschen darüber hinweg, dass die katholische Kirche in Spanien gesellschaftlich inzwischen stark in die Defensive geraten ist.

Der Papst besucht Deutschland

Der eilige Vater

In den sechs Jahren seiner Amtszeit hat Benedikt XVI. bewiesen, dass er wirklich ein deutscher Papst und noch reaktio­närer als sein Vorgänger ist.

„Gefährlich ist er vor allem, wenn die von ihm angestrebte Rechristianisierung von einflussreichen politischen Kräften unterstützt wird, wie es derzeit in Deutschland der Fall ist.“

 

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Sharia ohne Gnade

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Die weltweiten Proteste haben die Steinigung von Sakineh Mohammadi Ashtiani bisher verhindern können. Die Kampagne der im Iran zum Tode verurteilten Frau bleibt jedoch umstritten.

von Fathiyeh Naghibzadeh

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»Du sollst nicht herrschen«

Unkontrollierte Stellungnahmen über Anarchismus und Religion

Du sollst nicht herrschen»Solange wendet sich das Leben dem Glauben zu, dem zerbrechlichstem im Leben, im realen Leben, versteht sich, bis dieser Glaube am Ende verloren geht.« Dieser berühmte erste Satz André Bretons aus seinem Manifest des Surrealismus von 1924 scheint in der heutigen Zeit gerade durch das Leben Lügen gestraft zu werden. Inwieweit wir es heute wirklich mit einer Renaissance des Religiösen zu tun haben, oder …

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über Gott und die Welt

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