Die Geburt des Christentums

Die Geburt des Christentums

ARTE-Dokumentation in 10 Teilen

Um das Jahr 30 n. Chr. wird Jesus aus Nazareth exekutiert. Er hat verloren. Die, die ihn foltern und hinrichten, verspotten ihn, als „König der Juden“. Drei Jahrhunderte später erklärt der Staat, der Jesus tötete, seine Lehre zur Staatsreligion. Jesus war ein Prophet in der Provinz, er war Jude, wirkte innerhalb von Israel und hat nie eine Kirche gegründet. Doch wenn nicht er, wer dann?

ARTE | Frankreich 2003/2004


1/10 | Jesus

Jesus wollte keine Kirche gründen. Er wollte die Erneuerung und Befreiung Israels. 
Um das Jahr 30 wird Jesus in Jerusalem hingerichtet. Drei Jahrhunderte später wird das Christentum zur Staatsreligion des Imperium Romanum. Eine Staatskirche. Wie konnte es dazu kommen? Welche Rolle spielte Petrus, der sich nach Jesu Tod an die Spitze der Anhänger Jesu stellte? 


2/10 | Jakobus der Herrenbruder

Jesus rechnete mit dem Reich Gottes zu seinen Lebzeiten, Nachfolger kümmerten ihn nicht. 
Dennoch scheint Jakobus – auch „Bruder des Herrn“ genannt – in den Jahren nach Jesu Tod sein gebührender Nachfolger zu sein. Wie kam das? Hatte Jesus eigentlich Geschwister? Und warum hielt ihn seine Familie für verrückt? 


3/10 | Ein Reich, das auf sich warten lässt

Ist das Reich Gottes in Israel? Oder im Himmel? Wie auch immer, es kommt nicht. 
Anstatt sich zu verstecken oder nach Galiläa zu fliehen, versammeln sich die Jünger Jesu in Jerusalem. Warum gehen sie dieses Risiko ein? Was erhoffen sie sich nach dem Tod ihres Meisters noch? War das Reich Gottes, das er ihnen angekündigt hatte, ein gegenwärtiges oder ein zukünftiges? Würde der auferstandene Jesus zurückkehren? 


4/10 | Familienstreit

Wieder eine Hinrichtung. Eine Steinigung. Stephanus wird zum ersten Märtyrer. Warum?
Ein Konflikt reißt die kleine Gemeinde der Anhänger Jesu zunehmend auseinander. Hebräer und Hellenisten streiten sich. Stephanus führt die Gemeinschaft an und wird wie Jesus exekutiert. Diese Hinrichtung führt zum entscheidenden Bruch in der Gemeinde.


5/10 | Paulus, die unzeitige Geburt

Vom Saulus zum Paulus, so sagen wir heute. War der Heilige Paulus ein bad guy, der zum good guy wurde?  
Laut Apostelgeschichte soll Paulus sowohl an der Ermordung von Stephanus als auch an der Verfolgung der ersten christlichen Juden beteiligt gewesen sein. Wie kam es dazu, dass er plötzlich zum Helden wurde? Was hat es mit dieser angeblichen Bekehrung auf dem Weg nach Damaskus auf sich? 


6/10 | Das Konzil in Jerusalem

Ist die Nachfolge Jesu exklusiv Juden vorbehalten? Müssen alle Männer beschnitten sein? 
In den 40er-Jahren des 1. Jahrhunderts begeistern die Erzählungen der Anhänger Jesu die jüdische Diaspora. In Antiochien in der heutigen Türkei kommen in der Gemeinschaft Juden und Heiden zusammen. Um das Jahr 50 findet in Jerusalem eine Versammlung, Konzil genannt, statt, um die entscheidende Frage zu klären: muss ich Jude sein, um Christ zu werden? 



7/10 | Der Zorn Gottes

Der Jude Paulus denunziert die Juden. Ist er der Begründer des christlichen Antisemitismus? 
Um das Jahr 50 schickt Paulus vom griechischen Korinth aus Anweisungen an die christliche Gemeinde im 500 km entfernten Thessaloniki. Dieser Brief ist der älteste Text des Neuen Testaments. Paulus bezeichnet die Juden als „Feinde aller Menschen“. 


8/10 | Der Roman des Ursprungs


Die Paulus-Briefe um das Jahr 50 sind die ersten Dokumente über Jesus. Alles andere, die Apostelgeschichte und die Evangelien kamen später. 
Gegen Ende des ersten Jahrhunderts verfasst der Autor des Lukas-Evangeliums ein zweites Buch, nämlich die Apostelgeschichte Er will über das Entstehen der christlichen Bewegung berichten. Sind das Fakten, die auf Archivmaterial beruhen? Oder handelt es sich um eine heroische Erzählung der frühen Tage? 


9/10 | Die Trennung

Aus einer jüdischen Sekte machte Paulus eine neue Religion. 
Mit seiner Propaganda des Glaubens an Jesus Christus provoziert Paulus den Bruch mit dem Judentum. Hat er Jesus damit verraten? Wie prägen seine Briefe die Ressentiments der Christen? Seine Rolle in der Geschichtsschreibung verdankt Paulus v. a. Marcion, einem sogenannten „Ketzer“ des 2. Jahrhunderts. 


10/10 | Das wahre Israel

Statt des sehnlichst erwarteten Reiches Gottes kam die Kirche. Und Paulus raubte dem Judentum seine Identität. 
Nach jüdischen Aufständen nehmen römische Legionen im Jahr 70 Jerusalem ein und zerstören den Tempel. Etwa ein halbes Jahrhundert später wird die jüdische Nation nach einem erneuten Aufruhr komplett zerschlagen. Was sind die Folgen des Scheiterns der beiden jüdischen Aufstände? 

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