Indios Amazonien

evangelikale Missionare bedrohen indigene Völker im Amazonasgebiet

Gottes Wort und das Coronavirus im Gepäck

Eine Gruppe von evangelikalen Missionaren will isolierte indigene Völker im westlichen Amazonasgebiet Brasiliens besuchen und zum christlichen Glauben bekehren. Mit dem Vorhaben verstoßen die Missionare gegen die Anweisungen der Behörden und missachten den Wunsch der Indigenen, Kontakt mit der Mehrheitsbevölkerung zu zu vermeiden. Und, in Zeiten von Covid-19 besonders gravierend: Sie bringen Krankheitserreger mit, denen die Indigenen schutzlos ausgeliefert sind.

isoliertes Dorf im Wald 2011
isoliertes Dorf im Wald 2011

NGOs charge Brazil’s Bolsonaro with risk of indigenous ‘genocide’ at UN

Traurige Bekanntheit erlangte die Missionsgesellschaft Ethnos 360 (auch: New Tribes Mission) mit ihrem Besuch bei den Zo’é, die als isolierte Gruppe im Norden des brasilianischen Bundesstaat Pará leben. Sie wollten die Indigenen „aus der Finsternis retten“, wie es im Missionars-Sprech heißt, doch sie brachten ihnen nur Leid und Krankheit. Viele Zo’é starben nach dem Kontakt 1987 an Infektionen wie Malaria und Grippe.

Missionare in Brasilien
hpd-Bericht von Inge Hüsten vom 27.3.2020

Online-Magazin Mongabay
ausführlicher Bericht vom 5.3.2020

Missionsgesellschaft Ethnos 360

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s