Mila kritisiert den Islam

Blasphemie | Schülerin kritisiert den Islam

„Was ich getan habe, war Blasphemie, es ist eine generelle Kritik an den Religionen, nichts weiter.“ 

16jährige löst Diskussion zur Meinungsfreiheit aus

Ich hasse die Religion (…) Im Koran steckt nur Hass, der Islam ist Scheiße (…) Ich sage, was ich darüber denke, ihr werdet mich das nicht bereuen lassen. Es gibt noch Leute, die sich darüber aufregen, mit denen hab‘ ich klipp und klar nichts zu tun, ich sage, was ich denke. Eure Religion ist Scheiße (…) Eurem Gott stecke ich den Finger (…) danke, auf Wiedersehen.

Mila, Schülerin

Mit ihren Äußerungen über den Islam konterte die Teenagerin einen Muslim auf ihrem Instagramkanal. Der Mann schien sich von ihrer Unterhaltung mit einer lesbischen Frau über die Schönheit arabischer Frauen provoziert gefühlt zu haben und kommentierte ihre Unterhaltung mit der Aussage: „Scheiß Lesben!“ Daraufhin antwortete die Gymnasiastin ihm mit ihrer Meinung zu seiner Religion.

Auf Anraten der Polizei musste Mila bei Verwandten untertauchen, da zum Mord gegen sie aufgerufen wird.



Video auf Twitter (18.1.2020)
#JeSuisMila | #JeNeSuisPasMila

Frankreich: Die Affäre Mila und die Blasphemie
Telepolis-Beitrag von Thomas Pany (31.1.2020)

Libération, News vom 22.1.2020

Islamkritik in Frankreich
FAZ 30.1.2020

Blasphemie und die Meinungsfreiheit
„Ich sage das, was ich will. Ich sage das, was ich denke!“
hpd – humanistischer Pressedienst 3.2.2020


Geführt wurde der Meinungsaustausch über Instagram-Live-Video mit einer anderen Frau. Doch schalteten sich andere Personen beleidigend ein; erst einer, dann mehrere, mit Drohungen und persönlichen Beleidigungen, wie die Schülerin der Zeitung Libération gegenüber erklärte.


Zeichnung: Ralf König

Wichtig ist der Schülerin, dass es ihr um die Religion geht, nicht um Personen. Sie habe keine Person beleidigt oder angegriffen, keine Anhänger der Religion, sondern lediglich die Religion selbst, den Islam, stellt sie heraus.

Das Videos lösten heftige Reaktionen aus, die nicht aufs Netz begrenzt blieben. Sie erhielt eine große Anzahl an Todesdrohungen. Ihr Schule wurde ausfindig gemacht und es wurde unter dem Namen ihres Vaters dort angerufen. So fanden die Bedrohungen ihren Weg aus dem Netz in die echte Lebenswelt der Schülerin.

Die Videos wurden am Samstag, den 18. Januar, veröffentlicht. Ab Montag konnte sie nicht mehr zur Schule gehen – dieser Zustand währt bis heute.

Seitdem finden ub Frankreich hitzige Debatten um Meinungsfreiheit, Blasphemie und Rassismus-Vorwürfe statt.
Eine Ermittlung wegen „Aufstachelung zum Rassenhass“ wurde schnell wieder eingestellt. Wegen Morddrohungen und Belästigungsdelikten gegen die Schülerin wird weiterermittelt.

In Frankreich herrscht seit 1891 Pressefreiheit, die das Delikt der Blasphemie abschaffte.

In Deutschland war die Blasphemie bis 1969 ein strafrechtlicher Tatbestand. Nach der Reform des Strafgesetzbuches begnügte sich der Gesetzgeber weitgehend damit, die ungehinderte Wahrnehmung des Grundrechtes der Freiheit von Glauben, Gewissen und Religionsbekenntnis im Gottesdienst zu schützen.

So ist die Beschimpfung eines religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses nur noch dann mit Geld- oder Freiheitsstrafe bewehrt, wenn durch sie der öffentliche Frieden gestört wird (§ 166 StGB). Die Paragraphen 167 und 168 StGB stellen die Störung der Religionsausübung (also etwa eines Gottesdienstes) und der Totenruhe unter Strafe.

Kirche und Leben


… vollständiger Beitrag von Thomas Pany (31.1.2020)

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