Embryo in mother's abdomen. Icon of ultrasound examination of baby

Happy Abortions

Abtreibung – „Eine gewinnbringende Erfahrung“

Erica Millar forscht zur Geschichte und Politik der Reproduktion sowie zu Abtreibungsaktivismus und geschlechtsspezifischer Identitätsbildung. Sie unterrichtete Gender Studies, Soziologie und Geschichte an mehreren Universitäten in Australien, seit 2015 lehrt sie an der Fakultät für Soziologie, Kriminologie und Gender Studies an der University of Adelaide.


Erica Millar:
Happy Abortions
Mein Bauch gehört mir – noch lange nicht

Wagenbach Verlag; Taschenbuch September 2018
24 Seiten; 22€

Klappentext

Abtreibungen sind bis heute mit Scham belegt und erheblichem Druck von außen ausgesetzt. In Deutschland sind sie nach wie vor nicht erlaubt, aber straffrei. Die wieder verstärkte Stigmatisierung von allen, die sich für einen Abbruch entscheiden, sorgt dafür, dass über diese Erfahrungen fast flächendeckend geschwiegen wird. 2017 wurde eine Ärztin vor Gericht verurteilt, nur weil sie die Information über die Möglichkeit von Abtreibungen in ihrer Praxis auf ihre Homepage gestellt hatte. In ihrer sorgfältig recherchierten Studie stellt Erica Millar heraus, wie die gängige Rhetorik auch in vermeintlich liberalen Ländern mit festgelegten Stereotypen arbeitet: Mutterschaft ist gut, Abtreibung böse, Ersteres bringt Glück, Letzteres Unglück. Jahrelang hat Millar Parlamentsdebatten verfolgt und Medien analysiert, um die erste weltweite Studie zu den emotionalen Zuschreibungen rund um Abtreibungen zu verfassen. Die australische Forscherin zeigt, dass der überwältigende Teil der Frauen nach der Abtreibung große Erleichterung und Dankbarkeit empfindet und nicht – wie so oft unterstellt – traumatisiert ist.

Das Leben, das sie führen wollen
Erica Millar über Vorbehalte gegenüber Frauen, die ihre Schwangerschaft abbrechen

Abtreibung – „Eine gewinnbringende Erfahrung“

Wie fühlen sich Frauen nach einer Abtreibung? Die Gesellschaft erwartet Trauer und Trauma. Im Spiegel-Interview erklärt die Wissenschaftlerin Erica Millar, warum der Eingriff auch glücklich machen kann.

„Shout your Abortion“



Amelia Bonow – Sie startete 2015 die Kampagne „Shout your Abortion“.

Amelia Bonow (Foto) startete 2015 die Kampagne „Shout your Abortion“. Für sie war ihre Abtreibung eine „glückliche“ Erfahrung. Die Gender-Forscherin Erica Millar hat erforscht, warum über Abtreibungen nur als dramatisches Unglück gesprochen werden darf.

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