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Burka, Niqab und der Dschihad

Burka, Niqab und Kopftuch sind nicht Ausdruck eines weiblichen religiösen Kleidungsstils, sondern die Insignien des fundamentalistischen Islams

„Ehrbare“ und „nicht ehrbare“, „Heilige“ und „Hure“, danach werden Frauen im binären Denken traditionell geprägter Muslime sortiert: Die devote, züchtig gekleidete Frau wird – bei entsprechend wohlfeilem Verhalten – geachtet, alle anderen gelten als Freiwild.

Das seidene Band des Dschihad

Auszüge aus dem Telepolis-Beitrag von Birgit Gärtner

Deutsche muslimische Intellektuelle fordern Verschleierungsverbot

Muslimische oder muslimisch sozialisierte Intellektuelle wie die Kölner SPD-Politikerin Lale Akgün, die Rechtsanwältin Seyran Ateş, die Soziologin Necla Kelek, die Ex-Muslimin Sabatina James, der Psychologe Ahmad Mansour, die Publizisten Tibi Bassam und Hamed Abdel Samad, der Vorsitzende der kurdischen Gemeinde in Deutschland, Ali Ertan Toprak – sie alle sprechen sich für ein Verbot der muslimischen Verschleierung von Frauen und Mädchen aus.

Uneinigkeit besteht in Bezug auf den Hijab, das islamische Kopftuch, sofern es von erwachsenen Frauen getragen wird. Einigkeit besteht darin, dass Minderjährigen grundsätzlich das Tragen von Kopftüchern in der Schule und in allen öffentlichen Gebäuden, Behörden, Gerichten, etc. verboten werden sollte. Lale Akgün beispielsweise spricht sich dafür aus, dass dieses Verbot auch für erwachsene Frauen gelten sollte.

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Frauen finden in der Öffentlichkeit nicht statt

Die Freiheit, auch die des Kleidungsstils, von muslimischen Frauen, ist in Gefahr. Immer häufiger erleben muslimische Frauen und Mädchen oder solche, die dafür gehalten werden, dass sie von – vorwiegend jungen – Männern, wegen ihres Kleidungsstils gemaßregelt werden. In Großstädten sprechen Betroffene sogar von No-Go-Areas, die zu betreten ihnen unmöglich sei.

Was betroffene Frauen und Mädchen als No-Go-Areas empfinden, wird von der Mehrheitsgesellschaft, dem linken und liberalen Teil zumal, gern als Multi-Kulti-Viertel verherrlicht. Dass diese angeblich kulturelle Vielfalt Frauen in der Öffentlichkeit systematisch ausschließt, wird dabei übersehen – oder billigend in Kauf genommen.

Frauen kommen in dieser Welt entweder gar nicht vor, in den berühmten orientalischen Teehäusern z.B., oder als Dienerin, gewöhnlich in den Haushalten versteckt, denen es großzügig gestattet wird, Einkäufe zu erledigen, die Kinder zur Schule zu bringen oder abzuholen. Diese zur Aufrechterhaltung des Familienlebens notwendigen Gänge außer Haus erledigen sie verhüllt, und zwar angefangen beim Hijab bis hin zu Niqab oder Djellaba.

Verschleierte Lebenswelten

In vielen Geschichten muslimischer Frauen und Mädchen ist zu lesen: „Am Tag, als meine Mutter mir den ersten Tampon brachte, brachte sie mir auch das Kopftuch.“ Viele von ihnen sind genau in diesen romantisierten Multi-Kulti-Vierteln groß geworden.

Sie durften nicht am Schwimmunterricht teilnehmen, bei Klassenfahrten waren sie grundsätzlich krank, und nicht wenige von ihnen wurden und werden verheiratet, bevor sie erste sexuelle Erfahrungen machen (können). Seyran Ateş und Sabatina James bekommen viele solcher Geschichten zu hören – und haben sie selbst erlebt.

In Rezept-Gruppen in sozialen Netzwerken posten muslimische Frauen sensationelle Fotos von reich gedeckten Tafeln. Mit dem Zusatz: „Mal sehen, was uns die Männer übrig lassen.“ Weil nämlich nicht alle zusammen die von den Frauen und Mädchen hergestellten Köstlichkeiten verspeisen werden, sondern zunächst einmal die Männer. Die Frauen und Kinder müssen sich dann teilen, was übrig bleibt. Still und unauffällig, damit die Männer nicht durch die Anwesenheit der Frauen und Kinder belästigt werden.

Allen denjenigen, die sich ein, wenn auch fiktives, so dennoch authentisches Bild über verschleierte weibliche Lebenswelten machen möchten, sei der Film Das Mädchen Wadjda empfohlen.

Die Rede hier ist nicht vom tiefsten Anatolien, dem Iran oder Saudi Arabien, sondern von Berlin, Hamburg, Köln, Dortmund.

Hijab und Niqab dienen dabei nicht dazu, muslimischen Frauen Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen, sondern Ziel ist es, sie von der Mehrheitsgesellschaft auszuschließen.

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Kopftuch und Burka sind keine religiösen Symbole, sondern Markenzeichen des radikalen Islams. Das Kopftuch ist das Markenzeichen – die Burka der Kampfanzug. Das Kopftuch war der Test, was die deutsche Mehrheitsgesellschaft zu akzeptieren bereit ist, jetzt werden zunehmend vollverschleierte Frauen in den sanften Dschihad geschickt. Die Frauen sind quasi die lebenden Schutzschilde. Sie werden vorgeschickt, aus purer Berechnung, dass westliche Gesellschaften nicht wagen werden, die vermeintliche Würde muslimischer Frauen anzutasten. Dieser Plan geht auf. Weitestgehend jedenfalls.

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weitere Links zum Thema

  • Abdel-Samad „Der islamische Faschismus – Eine Analyse“
  • DAS MÄDCHEN WADJDA | Trailer german deutsch [HD]
  • Die Neuauflage des Kopftuchstreits
    von Felix Riedel – JungleWorld 35, 1.9.2016
    Die Verschleierung befördert die Infantilisierung der Frau ebenso wie die Sexualisierung des Kindes. Für Männer ist sie alltäglicher Machtbeweis und spielt im antiwestlichen Jihad eine große Rolle.
  • Erklärung von TERRE DES FEMMES zur Debatte um die Burka
    Das Kopftuch ist ein Symbol der Vorherrschaft des Mannes über die Frau. Bereits in unserem Positionspapier zum Kopftuch sowie in unserer Pressemitteilung zum Kopftuch-Bericht von Human Rights Watch haben wir diese Haltung klar zum Ausdruck gebracht. Alle Formen des Körperschleiers und des Gesichtsschleiers, sind Ausdruck religiösen Fundamentalismus, der Missachtung und Erniedrigung der Frau und ihrer Degradierung zu einem Objekt. Der Schleier, wie auch das Kopftuch, unterteilt Frauen in so genannte „ehrbare“ und „nicht ehrbare“ Frauen und ist somit eng mit dem Themenkomplex der Gewalt im Namen der Ehre verbunden.
  • Der Vorsitzende der kurdischen Gemeinde, Ali Ertan Toprak, warnt:
    Kommt es wirklich auf die Zahl der Burka-Trägerinnen an? Wie viele Burka-Trägerinnen gab es in den 1960’ern in Afghanistan? Und heute? Wie viele Tschador-Trägerinnen gab es in den 1970’ern in Iran? Und heute? Die Burka ist ein Kampfanzug der Islamisten. Wir sollten uns mit der Ideologie die dahinter steckt beschäftigen, nicht mit der Zahl! Dann könnte ja Jemand demnächst mit dem Argument kommen, wie viele Nazis gibt es in Deutschland? Sollen wir deswegen, weil die Nazis so gering sind, nicht mehr die Ideologie der Nazis bekämpfen?
    Ali Ertan Toprak

Literatur zu Burka-Feministinnen

  • Sabatina James, Scharia in Deutschland – wenn die Gesetze des Islam das Recht brechen, Knaur Verlag, 142 S.
  • Ahmad Mansour, Generation Allah – Warum wir im Kampf gegen religiösen Extremismus umdenken müssen, Fischer Verlag, 271 S.
  • Hamed Abdel-Samad, Der islamische Faschismus – Eine Analyse, Droemer Verlag, 222 S.
    • Blogbeiträge zu Hamed Abdel-Samad
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