Jesus trägt Kreuz

Geschichte von Jesus – ein Märchen

Gott hat seinen Sohn aus Liebe ans Kreuz schlagen lassen – macht das Sinn? Die Geschichte von Jesus ist der Stoff, aus dem Märchen sind.

Gott von Michelangelo Die Weltreligionen werden vom Zeitgeist überrollt und stecken in der Krise. Sie verkünden angeblich die letzten Wahrheiten, die sich nicht modifizieren lassen. Und so surft der Zeitgeist unbeirrt an den traditionellen Glaubensgemeinschaften vorbei, was oft zu fundamentalistischen Reaktionen führt.

Original-Beitrag von Hugo Stammwatson.ch/Blog

Als Kritik an den Kirchen noch lebensgefährlich war

Dank ihrer Machtposition konnten sich die grossen Kirchen jahrhundertelang gut behaupten. Nur wenige Menschen wagten es, sie und ihre Heilslehre öffentlich in Frage zu stellen. Wer es trotzdem tat, wurde stigmatisiert oder gar auf den Scheiterhaufen geworfen.

Doch seit etwa 50 Jahren bröckelt die Deutungshoheit der massgebenden Glaubensgemeinschaften. Der Widerstand gegen das selbstherrliche Gebaren vieler Institutionen wuchs. Heute kämpfen die christlichen Kirchen in Europa gar um ihre Existenz. Ein Umstand, den sich vor 30 Jahren kaum jemand hätte vorstellen können.

Es gibt viele Gründe für diese Existenzkrise. Im Vordergrund stehen die geistige Emanzipation der Menschen und die neuen Erkenntnisse auf allen Ebenen. Viele Phänomene, die früher nicht erklärbar waren, interpretierten die Religionen mit übersinnlichen oder metaphysischen Argumenten.

Heute jedoch wirken diese Erklärungen der Kirchen nicht mehr plausibel. Oder sie lassen sich mit wissenschaftlichen Erkenntnissen widerlegen. Deshalb haben alle Religionen ein Glaubwürdigkeitsproblem.

Ein weiterer Grund ist das neue Selbstwertgefühl von uns Menschen. Wissenschaft und Technik lassen uns viele Probleme lösen, die früher für die Menschen tödlich waren. Ihre Ohnmacht zwang sie, auf ein Wunder oder die Hilfe Gottes zu hoffen.

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vollständiger Beitrag von Hugo Stammwatson.ch/Blog

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Jämmerlicher Tod von Jesus als Heldentat

Nehmen wir Jesus als Beispiel und hinterfragen seine biblische Biographie. Nüchtern betrachtet sieht dann seine Geschichte so aus:

Der Wanderprediger wurde von seinen Jüngern als Sohn Gottes verehrt. Als er ans Kreuz geschlagen wurde, kamen sie in Erklärungsnot. Es kann doch nicht sein, dass der Sohn Gottes von den verhassten Römern zum Tod verurteilt wird.

Also suchten sie nach einer religiösen Erklärung. Diese lautete: Aus Liebe zu uns Menschen opferte Gott seinen Sohn. So wurde der jämmerliche Tod von Jesus zur Heldentat uminterpretiert.

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Wie kann ein göttliches Wesen sterben?

Märchen erlauben eine geistige Flucht aus der garstigen Welt

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Ein solcher Wunderglaube kennt auch der Islam, der Märtyrern 72 Jungfrauen im Paradies verspricht.

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2 Kommentare zu „Geschichte von Jesus – ein Märchen“

  1. Danke für deine Gedanken! 😊
    Die Kernaussage des Christentum ist aber nicht der Tod Jesu, sondern die Auferstehung 😊 der Tod mag nach außen hin nicht besonders ausgesehen haben, aber die christliche Botschaft beinhaltet eben auch das leere Grab. Natürlich gehen da die Meinungen über die historischen Ereignisse auseinander- wenn man aber biblischen/außerbiblischen Geschichtsschreibern glaubt, versuchten die jüdischen Oberen alles, um irgendwie eine Erklärung dafür zu finden, dass eben kein Leichnam mehr im Grab lag; und das wäre ein ungewolltes Statement für das leere Grab ihrerseits gewesen 😊

    1. Leeres Grab, die physische Auferstehung….da ist es nun doch vieles andere sehr wahrscheinlicher. Von physischer Auferstehung war man mal im alten Egypten überzeugt und die Mumien gammeln immer noch herum.
      Wer daran glaubt, glaubt auch an 72 Jungfrauen und dem himmlischen…

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