Ausschnitt aus dem türkischen Maertyrer-Comic

Märtyrer im Kindercomic

Türkischer Comic für Kinder verherrlicht Märtyrer-Tod

Die türkische Religionsbehörde Diyanet verherrlicht in einem Comic für Kinder den Märtyrertod. Ein Vater schildert seinem Sohn, wie ehrenwert das Sterben als Märtyrer sei, berichtete die regierungskritische türkische Tageszeitung „Cumhuriyet“.

Ausschnitt aus dem türkischen Maertyrer-Comic
Ausschnitt Märtyrer-Comic

Dialog im Header-Bild:
„Willst du ein Märtyrer sein?“, fragt ein Sohn seinen Vater. Der antwortet: „Es ist sehr schön, ein Märtyrer zu sein.“ Und weiter: „Natürlich würde ich ein Märtyrer sein wollen. Wer will schon nicht in den Himmel?“

In einer anderen Szene heißt es: „Märtyrer sind im Himmel so glücklich, dass sie zehnmal Märtyrer sein wollen.“ Oder: „Ich wünschte, ich könnte auch ein Märtyrer sein.“

Märtyrer-Comic
Ausschnitt aus dem Märtyrer-Comic

Übersetzung ins Deutsche:

deutsche Übersetzung
deutsche Übersetzung des Auszugs aus dem Märtyrer-Comic

Hier nochmals eine ausführliche Übersetzung:

Die Übersetzung des Dialogs in der oberen rechten Ecke:
„Allah wird unsere Märtyrer belohnen“
Vater: Wie schön, ein Märtyrer zu werden!
Sohn: Wie kann man denn Märtyrer werden wollen, Papa?
Vater: Natürlich will man das! Wer will denn nicht in den Himmel kommen?

Das Gespräch in der Mitte des Comics:
Schwester:  Ich würde gerne eine Märtyrerin werden!
Bruder: Aber du kannst doch kein Soldat werden!
Mutter: Wenn man es sehr stark wünscht, wird Allah eine solche Gelegenheit bieten

Der Dialog auf dem Friedhof (rechts unten):
Sohn: Wie schmerzhaft ist es, ein Märtyrer zu werden, Papa?
Vater: Märtyrer empfinden keinen Schmerz, mein Sohn!

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Der Bericht in den Atheisten-News beruhte auf einer apa-Meldung, diese wurde auch von anderen Medien – wie dem STANDARD – wiedergegeben. Ein öffentliches Echo war dazu nicht wahrnehmbar. International reagierte Russland dazu in den „Sputnik-News“ ausführlicher,

Sputnik-News zitiert dazu aus der Zeitung „Cumhuriyet“ den Psychologen Serdar Degirmencioglu: „Religiosität ist in den letzten Jahren buchstäblich zu einem politischen Werkzeug geworden. Sie versuchen nicht einmal, dies zu verstecken. Das Religionsministerium bekommt mehr Geld, als andere Ministerien zusammen, und arbeitet intensiv mit der Religiosität von Kindern.“

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