Richter Gottes

Die geheimen Prozesse der katholischen Kirche

Laut WDR hat die katholische Kirche die Missbrauchs-Ermittlungen gegen einen katholischen Prister, der sich gegen mehr als 100 Kinder vergangen hat, vereitelt und damit die Aufklärung des Falles behindert.

Die katholische Kirche soll demnach verhindert haben, dass die Straftaten des mutmaßlichen Haupttäters verfolgt werden. Der ehemalige Jesuit Peter R. soll sich in den 70er und 80er Jahren am Berliner Canisius-Kolleg an mindestens hundert Kindern und Jugendlichen vergangen habe.

Die Missbrauchsofer erfuhr nichts vom geheimen, internen Kirchenprozess. Die Katholische Kirche führten die Justiz in die Irre, schützten den Täter und ließen das Opfer allein.

Nach Ausstrahlung der WDR-Dokumentation prüft die Staatsanwaltschaft ob weitere Ermittlungen aufgenommen werden können.

22 katholische Straf- und Ehegerichte gibt es in Deutschland. Dort werden Zeugenbefragungen und Verhöre durchgeführt. Es gibt Ermittler, Gutachter, Kirchenanwälte, Vernehmungsrichter. Sie verhandeln die Prozesse unter Ausschluss der Öffentlichkeit, nur selten dringt etwas nach außen und das ist gewollt.

Denn die Gerichte befassen sich mit den Verfehlungen des eigenen Personals, mit den Missbrauchstätern. Und sie führen Eheprozesse, in denen es um das intime Familienleben geht. Die sogenannten „Ehenichtigkeitsverfahren“ sind die einzige Möglichkeit, eine katholische Ehe aufzuheben. Damit sind die Prozesse eine Chance für hunderttausende Kirchenangestellte in Deutschland, die trotz einer zweiten Beziehung ihren Arbeitsplatz nicht verlieren wollen.

Die WDR-Dokumentation „Richter Gottes“ gibt zum ersten Mal einen Einblick in die Welt der deutschen Kirchengerichte. Er zeigt, welche Prozesse dort geführt werden. Wer die Angeklagten, wer die Opfer sind.

Pressemeldungen zur Sendung:

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s