Die Beichte – Eine dunkle Geschichte

Buch von John Cornwell
von John Cornwell

Buch von John Cornwell, Berlin-Verlag 2014

 

„Als Papst Pius X. im Jahr 1905 das Mindestalter für die Beichte auf sieben Jahre herabsetzte, begann ein großes Menschenexperiment: Kinder wurden seitdem systematisch in Scham und Schrecken gehalten. Die Furcht vor Sünde, Fegefeuer und ewiger Verdammnis schuf bei Generationen von Gläubigen ein Lebensgefühl der Angst.

Es war kein Zufall, dass manche dieser Sünden Formen von Ungehorsam gegenüber den kirchlichen Autoritäten umfassten.“ (Ankündigung auf Verlags-Homepage)

„Die Beichte, das „Bußsakrament“, dient der Vergebung der Sünden – das ist gläubigen Christen zu allen Zeiten gepredigt worden. In Wahrheit, so zeigt John Cornwell in seinem aufrüttelnden Buch, ist sie bis heute ein zentrales Unterdrückungsinstrument der katholischen Kirche geblieben. Nicht nur vermittelt sie schon Kindern die Welt als Sündenpfuhl – in ihrem Freiraum wurde systematischer Missbrauch überhaupt erst möglich. (…) Vor allem aber hat die Beichte das Verhältnis vieler Gläubiger und katholischer Amtsträger zur Sexualität nachhaltig geprägt. Die Folgen sind bis heute spürbar – in einer Epoche von Säkularisierung und sexueller Befreiung haben gerade der Freiraum der Beichte und das Konzept der Sünde dem Missbrauch von Kindern Vorschub geleistet. John Cornwell zeigt, wie sehr die Beichte zum Repressionsinstrument geworden ist – und warum sie offiziell wieder mehr in den Mittelpunkt des Glaubens rücken soll.“ (Telepolis-Beitrag 8.3.2014)

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